Hat der Preis einer Flasche Wein etwas mit Qualität zu tun?

weinrallye_140hmmm, lecker, ich muß zugeben, der Wein der im Glas vor mir steht ist echt gut. Es käme mir niemals in den Sinn darüber nachzudenken ob ich es hier mit einem Billigprodukt zu tun habe oder nicht. Zu keinem Zeitpunkt des Genusses überkommen mich Bedenken das mein Geist und Körper Schaden nehmen könnten, ganz im Gegenteil, ich geniesse den Tropfen! Das Weinblog Drunkenmonday hat dazu aufgerufen sich zu folgendem Thema Gedanken zu machen “5€ – die Grenze des guten Geschmacks?”

Die Antwort ist einfach, sie lautet NEIN, denn der Geschmack des Weines hat selbstverständlich nichts mit dem Preis zu tun.

Achtung!! Etikettentrinker sollten jetzt nicht weiterlesen sondern lieber dort wo Autoren für das schreiben über Hochglanzwinzer bezahlt werden, hier geht es nur um ganz normale Winzer und deren Wein!!

Ich kann die Diskussion und das ewige verkosten und beproben der günstigen Weine vor allem aus dem Discountbereich in den Medien nicht wirklich nachvollziehen. Offensichtlich scheint es eine Erwartungshaltung zu geben das billige Weine automatisch Schrott sein müssen? Das kann sein muß aber nicht sein!! Das mag jetzt hart sein für jeden Etikettentrinker der gerne viel Geld für klangvolle Namen ausgibt, aber warum soll ein teurer Wein eines Edelwinzers besser sein als der des Discountwinzers? Technisch, kellerwirtschaftlich und weinbaulich gibt es dafür keinen Grund, beide müßen Weinberge anlegen, die Weinberge bewirtschaften und die Weine ausbauen. Die grundsätzlichen Fixkosten sind dabei jeweils die gleichen, selbst die selektive Handlese die ja auch von vielen ganz normalen Winzern betrieben wird ist kein Argument für teure Weine. Die wirklich entscheidende Größe für den Endverbraucherpreis ist der Ertrag, das da ein Unterschied rauskommt ob 3 Tonnen je Hektar oder 13 Tonnen je Hektar geerntet werden sollte klar sein. Aber auch hier, die Hektarerträge erlauben nicht grundsätzlich eine Aussage über die Qualität der Weine, zumindest erlauben beide Ertragssituationen technisch saubere und gute Weine. Übrigens in Bezug auf Traubengesundheit würde ich mir es ebenfalls nicht erlauben zu behaupten das ein Winzer der seine teuer verkauft grundsätzlich und immer die besseren Trauben hat, da habe ich schon oft genug das Gegenteil gesehen.

Wirklicher Erfolg spiegelt sich auf dem Bankkonto des Winzers wieder! Da gibt es viele Winzer die bei guten Erträgen und gutem (Direkt)Verkauf in 0,75 Literflaschen wirklich 5 Euro erzielen viel erfolgreicher sind als ihre immer lächelnden edlen Kollegen aus den glänzenden Weinmagazinen die auf jede Flasche Wein auch noch einen nicht unerheblichen Werbetetat miteinrechnen müssen.

Also, günstiger Wein muß nicht schlecht sein, was schlecht ist sind natürlich die Zwänge die sich daraus ergeben z.B. ein Discountlieferant zu sein, denn das diese ihre Marktmacht ausspielen ist logisch. Übrigens liegen bei der Marktmacht auch viele Werbegelder, ein Grund dafür warum sich Fernsehen und  Zeitungen stets wohlwollend mit diesem Thema befassen.

Wein bis 5 Euro Weinrallye

Mein Wein zur Weinrallye #62 :
Deutschland 2011
Rivaner trocken
Weingut Kreichgauer
Dorn-Dürkheim
Qualitätswein Rheinhessen
Edition Alnatura
Der Wein trägt das Siegel “Bio nach EG-Öko Verordnung”
Preis € 3,99 bei Alnatura

Als Begleiter zum abendlichen Vesper hat mir der Wein große Freude bereitet, blumig frisch im Aroma, kräftig im Geschmack,  sehr milde Säure, seine zurückhaltende und unaufdringliche Art sind das was ich mag bei einem Rivaner. Der Wein zeigt alle typischen Merkmale eines Müller-Thurgau in Bezug auf Aromen, Geschmack und Aussehen. Für mich braucht es nicht mehr.

Das schöne an diesem Wein ist sicherlich auch die Tatsache das man ihn updaten kann, von einem 2 Punkte Wein hoch zu einem 4,5 Punkte Wein, denn genossen in schönem Ambiente, zu einem feinen Fischgericht z.B. Felchen, dazu gute Gesellschaft netter und lieber Menschen, da  wird dieser Wein eine ausgesprochen gute Rolle spielen und hohe Bewertungpunkte erzielen!

Infos im Web:
Weingut Kreichgauer | web | Facebook
Alnatura | web | Facebook | Wikipedia | Twitter | Youtube

 Info Weinrallye:

Wer eine Weinrallye mitmachen möchte ist willkommen dies zu tun, Blog und öffentliche Facebookseiten sind uns als Plattform für Weinrallye Artikel willkommen. Wem eine entsprechende Webseite fehlt kann gerne dieses für seine Veröffentlichung nutzen, bitte einfach bei mir melden.

Infos und Plattform für die Organsisation der Weinrallye ist die Facebookgruppe Regeln finden sich hier im Winzerblog

Der Gastgeber der Weinrallye #62 Drunkenmonday Wein Blog | Blog | Facebook | Twitter

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Austrieb der Weinreben 2013

Beim heutigen Abendspaziergang durch die Weinberge habe ich mit Freuden gesehen das auch dieses Jahr dieses Naturwunder des Rebaustrieb wieder statt findet!

Gut so!!

Austrieb der Reben in den Heidelberger Weinbergen

Austrieb der Reben in den Heidelberger Weinbergen

Dann wünsche ich allen Winzern und Kellermeistern dieser Welt einen guten schönen und vor allem problemlosen Jahrgang 2013

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Filed under Kurpfalz, wo der Wein wächst

Cabernet Mitos || Die rote Pest

Als rote Pest bezeichnet so mancher Verbandsfunktionär , amtlich prüfender Geschmackskontrolleur,  Winzer und Kellermeister die dunkelblauen Rebsorten wie den hier im Bild abgelichteten Cabernet Mitos. Im Blitzlicht ist die liladunkelblauschwarzrote Färbung nur schwer zu erkennen, aber am Schaum kann man ein wenig erahnen das die Farbe ungewöhnlich ist. Sortenrein ausgebaut kann diese Rebsorte aussergewöhnliche  Geschmackserlebnisse bieten die nichts mit dem gewohnten zu tun haben. Zur Pest wird der Wein nur dann wenn er dumm und wahllos mit anderen Rotweinen verschnitten wird um deren Farbe zu vertiefen, aber es ist ja eh doof wenn so etwas überhaupt nötig ist!! Zudem, kein richtiger Genießer möchte z.B. einen Trollinger mit einem  liladunkelblauschwarzroten Farbstich, nein, er möchte einen originalen Trollinger mit hellroter Farbe so wie es die Natur nun einmal für Trollinger vorgesehen hat.

Cabernet Mitos

Cabernet Mitos

Ich schätze die Rebsorte Cabernet Mitos, denn ich  finde das Geschmacksprofil der Weine sehr spannend! Die je nach Jahrgang strammen Gerbstoffe, das doch sehr stark an Cabernet Sauvignon erinnernde Geschmacksprofil bieten mir immer wieder eine wunderbare Abwechslung vom Spätburgunder der sonst bei uns im badischen auf dem Tisch steht.

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Filed under wo der Wein reift

Ein echter Narr …

 

Nach dem Narrensprung am 12. Februar 2013 in Rottweil

Nach dem Narrensprung am 12. Februar 2013 in Rottweil

… läßt sich auch von einer Fensterscheibe nicht abhalten zu narren! Nach dem Narrensprung am Dienstag Mittag saßen wir im Schwarzen Lamm um uns bei einem kleinen Getränk aufzuwärmen als dieser Gschell mit uns durch die Fensterscheibe narrte.

Apropos Schwarzes Lamm, mir hat es dort ausgesprochen gut gefallen und ich finde das selbst gebraute Bier dort war ein absoluter Hochgenuss und sollte definitiv ganzjährig zum Ausschank kommen!  Während meiner wenigen närrischen Tage in Rottweil habe ich wundervolle Stunden in einigen Rottweiler Kneipen und Besenwirtschaften erlebt, so z.B. im Goldenen Apfel, das Bruderschaftsstüble, der Kapuziner und zum tanzen mit der besten Mucke und der schlechtesten Luft den Stall!!

Ich freu mich auf nächstes Jahr :-)

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Filed under Rottweil

Neulich in Rottweil …

… da trafen mein Hund und ich auf einen Rottweiler.

Rottweiler-Denkmal in Rottweil

Rottweiler-Denkmal in Rottweil

Mein Hund ist zwar kein Rottweiler und ihm wurde bisher kein Denkmal erbaut, dafür ist er schön, nett und man kann ihn streicheln oder mit ihm spielen!

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Filed under Rottweil

Narrentag 2013 in Elzach

Am Samstag bin ich unterwegs beim Narrentag in Elzach. Ein Ereignis der besonderen Art worauf ich mich ganz besonders freue!
Auf der Webseite der Narrenzunft Elzach habe ich ein Video gefunden das ich auch gerne hier im Blog vorstellen möchte weil ich finde das es ganz besonders gelungen ist und ein wenig ahnen läßt was in Elzach los sein wird am Wochenende wenn die Fasnet beginnt.

SCHUTTIG from PROCONTRAFILM on Vimeo.

Weitere Links:
Narrenzunft Elzach | Narrentreffen Elzach auf FacebookViererbund | Stadt Elzach | Google Maps |

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Filed under Schwarzwald, Unterwegs

Alter Berg

Einer der wohl markantesten Plätze auf der Schwäbischen Alb den ich bisher kennen lernen durfte ist sicherlich der Alte Berg bei Böttingen. Es war schon spät als wir dort ankamen, die Sonne ging gerade unter an diesem kalten Tag. Die Stimmung war ungewöhnlich schön, trotz oder gerade weil es so ein rauer Tag war.

Josefskapelle || Alter Berg bei Böttingen || Dezember 2012 || Donaubergland || Schwäbische Alb

Josefskapelle || Alter Berg bei Böttingen || Dezember 2012 || Donaubergland || Schwäbische Alb || Region der 10 Tausender

In der Josefs-Kapelle oben auf dem Berg, am Ende eines Kreuzweges findet sich ein wunderschönes Gedicht das ich hier gerne wiedergeben will, denn es passt perfekt zur Landschaft und Stimmung dort oben:

Alte Berg Kapelle

In Matten gebettet,
wachholderbekränzt,
stehen silberne Distel am Rain.
In seliger Stille die Schafherde zieht,
hinauf, zur Kapelle aus Stein.

Sie steht auf der Höhe,
umflutet vom Licht,
Die Firngipfel leuchten im Eis.
Die Bläue des Himmels
im Enzian sich bricht,
sein Licht im schlehdornigen Reis.

Du kleine Kapelle vom Alten Berg,
ich lieb dich, seitdem ich dich fand.
Oh Mensch tritt hier ein
und dank Ihm für sein Werk
ER schuf es mit segnender Hand.

Infos zum Alten Berg und seiner Josefskapelle finden sich
Wikipedia || Flickr || Google Maps || GPSies

Rund um den Alten Berg:
Region der 10 Tausender || Donaubergland ||  Gemeinde Böttingen || Schwäbische Alb

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Filed under Schwäbische Alb, Unterwegs

Bienen unter dem Weihnachtsbaum:)

Ein Gastbeitrag zur Weinrallye #58 von @Babsannette ausgerufen im Winzerblog

Wie aufregend, meine erste Weinralley! Mein eigenes Blog ist noch eine Dauerbaustelle und zur Zeit leider nicht vorzeigbar, deshalb darf ich bei Thomas unterschlüpfen – und freue mich, euch hier von unserem Weingeschenk zu berichten.

Matthias Metze von socialwine.de hat mir einen Riesling aus der Edition bee zugesandt – Vielen Dank, Matthias! Ein tolles Geschenk kurz vor Weihnachten:)!

Der „Kräuterwingert“ von 2010 ist etwas ganz besonderes, denn wie bei seinen Geschwistern Beetle, Kreutzlay und Falkenborn – alle aus ökologischem Anbau – ist sein Weinberg ein aktiv geförderter Lebensraum für Bienen. Denn den Winzern Timo Dienhart und Andreas Thran liegen unsere Bienen sehr am Herzen, weshalb ihr Honigberg ein Refugium für die fleißigen Blütenbestäuber sein soll, schreiben die beiden Moselwinzer. Ein Bienenwein also, wie wunderbar! – und eine kleine Biene scheint auch summend über das Etikett des Moselrieslings zu fliegen.

Geöffnet haben wir den Wein schon am Geburtstag meines Mannes, am 20. Dezember. Ich hatte einige Meeresfrüchtesalate aus dem KaDeWe mitgebracht, außerdem Stremellachs, natürlich Baguette und gesalzene Butter aus der Normandie – dazu sollte doch ein Riesling gut passen.

Jetzt sind wir – zugegebenermaßen – beide nicht die Rieslingexperten. Stephan trinkt am liebsten kräftige Rotweine – und Weißwein eigentlich nur, wenn ich eine Flasche öffne – und ich bin seit Jahren dem Grauburgunder verfallen, mag auch gerne diverse badischen Muskateller – doch Riesling haben wir selten im Haus. Ich mag’s auch gerne fruchtig – und nicht so säurebetont.

Der Bienenriesling von der Mosel hat uns dennoch sehr gut gefallen. Der Kräuterwingert ist angenehm frisch und hat eine sehr feine Säure, die perfekt zu den reichhaltigen Dressings der Meeresfrüchtesalate passte, die ja nicht gerade low fat waren. Nach dem Essen füllte ich ein weiteres Glas – und genoss den Riesling pur. Ein zartes Kräuteraroma umhüllte meine Nase – und ich liege auf der Sommerwiese und höre die Bienen um mich herum summen. Vielleicht sollten wir uns den modernen Rieslingen öffnen und da öfter mal ein Tröpfchen – oder auch zwei –  ausprobieren :) .

Verschenkt haben wir einen ganz anderen Wein: einen Sipon 2009 aus Slowenien vom Weingut Krainz. Nachdem mein Ralleypartner ein eigenes Weingut hat, dachte ich, verschicke ich mal keinen deutschen Wein, die kennt er ja schon;). Sondern einen Wein, den wir dieses Jahr auf der Weinmesse in Berlin entdeckt haben. Wer die Weinmesse kennt, weiß, wie voll das in den Hallen des ehemaligen Flughafens sein kann. Eigentlich wollten wir an einen ganz anderen Stand, an den wir aber nicht herankamen, weil die Menschentraube drumherum so groß war. Ein winziger Tisch direkt daneben war aber noch frei – und da wir schon mal hier waren, kosteten wir von dem Wein. Slowenien und Wein? Keine Ahnung – bis dahin. Die Rebe Sipon/Furmint kannten wir natürlich auch nicht. Und waren begeistert. Auch von einigen anderen Erzeugnissen aus „Jeruzalem“. Jetzt bin ich gespannt, was Wolfgang Janß vom Weingut Rheinterrassenhof dazu sagt:).

Info Weinrallye:
Wer eine Weinrallye mitmachen möchte ist willkommen dies zu tun, Blog und öffentliche Facebookseiten sind uns als Plattform für Weinrallye Artikel willkommen. Wem eine entsprechende Webseite fehlt kann gerne das Winzerblog für seine Veröffentlichung nutzen, bitte einfach bei mir melden.

Infos und Plattform für die Organsisation der Weinrallye ist die Mixxt Community oder das Winzerblog

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Hauptbahnhof Morgens um 6

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Die Bahn macht Spässe mit dem Abfahrtsdisplay und links von mir nennt ein Reisender den Fahrkartenautomat Arschloch. Samstags früh Morgens eben

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R.I.P – 1956er Rüdesheimer Rosengarten

Dieser Wein hatte leider keinerlei Trinkgenuss mehr zu bieten, der Wein war Mausetot! Vermutlich hat er schon vor vielen Jahren sein Leben ausgehaucht, keine Aromen, kein Geschmack, zumindest nichts was auch nur annähernd an Wein erinnern könnte. Ich vermute der Wein wurde Opfer einer über Jahre hinweg andauernden stehenden Lagerung in trockener Umgebung. Vielleicht stand die Weinflasche im Schaufenster eines Friseursalons, oder vielleicht war die Flasche ein Stück Dekoration im Eingangsbereich einer Saunalandschaft. Wie auch immer, der Korken war zu dem eingetrocknet was er ganz ursprünglich einmal war, zu einem Stück Holzrinde.

Schade, aber trotzdem war es spannend die Flasche zu öffnen!

1956 | Rüdesheimer Rosengarten | Reidemeister & Ulrichs | Bremen

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